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Mark Zuckerberg kündigte kürzlich eine Veränderung des Facebook-Algorithmus an. Im Wesentlichen sollen Beiträge von Unternehmen und Medien weniger häufig angezeigt werden. Und zwar zu Gunsten von Beiträgen, die von Freunden geteilt werden. Er argumentiert, dass es Nutzer glücklicher macht, wenn sie mehr Content von Menschen, die ihnen nahe stehen, erhalten. Diese positive Nutzererfahrung soll im Jahr 2018 verstärkt im Fokus von Facebook gerückt werden. Schließlich ist Facebook eine soziale Plattform.

Nun klingt das auf den ersten Blick recht sinnvoll. Konsequenz aus Sicht von Marketern und Medienverantwortlichen ist aber, dass nicht nur die organische Reichweite sinken kann und somit die Distribution von Content eingeschränkt ist, sondern auch entsprechend mehr Werbebudget eingesetzt werden müsste. Dass das selbstverständlich auch im Interesse von Facebook selbst ist, liegt auf der Hand.

Wie auch in der Ankündigung von Mark Zuckerberg wird im Facebook Newsroom beschrieben, dass Content mit höherem Engagement bevorzugt werden soll. Insgesamt kann es zu einer geringeren Verweildauer kommen, aber diese Zeit soll intensiver genutzt werden, damit die positive Nutzererfahrung maximiert wird.

“Page posts that generate conversation between people will show higher in News Feed. For example, live videos often lead to discussion among viewers on Facebook – in fact, live videos on average get six times as many interactions as regular videos.”

Aus strategischer Sicht bedeutet das nun, noch stärker auf Inhalte zu setzen, mit denen sich User auseinandersetzen, aktiv werden und interagieren. Damit einher geht, dass Community-Management noch wichtiger wird. Lieber weniger Inhalte, aber diese gut aufbereiten. Neue Formate ausprobieren und testen!

Im übrigen: Um weiterhin Beiträge von Fanpages im News Feed priorisiert zu sehen, ist es ratsam die Funktion “Als Erstes anzeigen” bzw. “See first” zu aktivieren:

Facebook See First Newsfeed

Suchmaschinenoptimierer dürften sich die Hände reiben
 angesichts dieser Meldung. Auch, wenn Social Media einen hohen Traffic-Anteil aufweist, kommt man um Suchmaschinen-Traffic nicht herum. Es gilt weiterhin an der Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu arbeiten. Auch hier geht es um gute, relevante Inhalte.

Fazit: Mach dich nicht vollständig abhängig von externen Plattformen wie Facebook. Prüfe, welche Kanäle und Plattformen für dein Business relevant sind und stelle dich zielgerecht breit auf. Schreibe gerne einen Kommentar, wie du auf dieses Update reagierst und welche Schritte du setzen wirst.

Bruktayt Mogessie

Bruktayt Mogessie

Digital Marketing Strategist

Ich, Bruktayt, schreibe hier über Themen, die meine Kunden und mich beschäftigen. Vom breiten Feld des strategischen Digital Marketings bis hin zu spannenden technologischen Entwicklungen. Und hin und wieder auch Persönliches.